Eine überparteiliche Anstrengung des Kongresses hat zu einem Ausgabenpaket geführt, das drastische Kürzungen der Wissenschaftsfinanzierung, die unter der vorherigen Regierung vorgeschlagen wurden, weitgehend ablehnt. Die Gesetzentwürfe, die Agenturen wie die NASA und die National Science Foundation betreffen, würden nur zu geringfügigen Haushaltsanpassungen für 2026 führen und die zuvor vorgeschlagenen starken Kürzungen – einige von mehr als 50 % – vermeiden.
Einen Shutdown vermeiden, extreme Einschnitte ablehnen
Der vorgeschlagene „Kleinbus“-Gesetzentwurf, der auch Mittel für Ministerien wie Justiz und den Forstdienst vorsieht, soll diese Woche im Repräsentantenhaus abstimmen, gefolgt von einer Überprüfung durch den Senat. Ziel ist es, die Verabschiedung vor Ablauf der Frist am 30. Januar sicherzustellen und einen weiteren Regierungsstillstand in den USA abzuwenden. Der Kompromiss stellt eine erhebliche Abweichung von früheren Vorschlägen dar, die die wissenschaftliche Forschung und die Schaffung von Arbeitsplätzen in diesem Bereich erheblich behindert hätten.
„Dieses Paket lehnt die Idee ab, unsere Konkurrenten uns überholen zu lassen, indem sie die Bundesmittel für wissenschaftliche Forschung kürzen und Tausende von Arbeitsplätzen streichen“, erklärte Senatorin Patty Murray und betonte das parteiübergreifende Engagement für den Erhalt der wissenschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der USA.
Wichtige Agenturen und Finanzierungsebenen
Gemäß der vorgeschlagenen Gesetzgebung:
- Die NASA würde 24,4 Milliarden US-Dollar erhalten, ein geringfügiger Rückgang gegenüber 2025, während wissenschaftliche Missionen 7,25 Milliarden US-Dollar erhalten würden – weit entfernt von der zuvor angenommenen Kürzung um 47 %. Dies würde wichtige Missionen zur Venus, zum Uranus und zum Habitable Worlds Observatory, das nach Lebenszeichen auf Exoplaneten sucht, sowie das römische Weltraumteleskop Nancy Grace bewahren. Die seit langem problematische 10-Milliarden-Dollar-Mission zur Mars-Probenrückgabe steht jedoch immer noch vor der Absage.
- Das Department of Energy (DOE) würde sich ein Budget von 16,78 Milliarden US-Dollar für Nichtverteidigungsprogramme sichern, darunter 8,4 Milliarden US-Dollar für sein Office of Science – eine Steigerung von fast 2 % trotz des Drucks auf Kürzungen. Dazu gehört die weitere Finanzierung erneuerbarer Energien, Netzschutz und Grundlagenforschung in Physik und Chemie.
- Die Advanced Research Projects Agency–Energy (ARPA-E) würde eine Kürzung um 24 % erfahren, wodurch sich ihr Budget auf 350 Millionen US-Dollar belaufen würde, obwohl dies immer noch weitaus weniger schwerwiegend ist als die zuvor vorgeschlagene Kürzung um 57 %.
Das Gesamtbild: Autorität des Kongresses vs. Maßnahmen der Exekutive
Während die Gesetzentwürfe eine klare Zurechtweisung früherer Haushaltsvorschläge darstellen, warnen Experten, dass die Zustimmung des Kongresses allein möglicherweise nicht die vollständige Finanzierung garantiert. Die vorherige Regierung hat in der Vergangenheit Kongresshaushalte umgangen, indem sie Gelder umverteilte oder sich einfach weigerte, zugewiesene Gelder auszugeben, was zu rechtlichen Anfechtungen führte.
Michael Lubell, Physiker und ehemaliger Direktor für öffentliche Angelegenheiten der American Physical Society, betonte diesen Punkt: „Der Kongress bringt vielleicht seine Missbilligung zum Ausdruck, aber bis er seine verfassungsmäßige Autorität durchsetzt, wird sich nicht viel ändern.“
Die Situation verdeutlicht eine breitere Spannung zwischen der Legislative und der Exekutive hinsichtlich der Kontrolle über die Bundesausgaben, insbesondere in Bereichen, die als politisch sensibel gelten. Diese Dynamik wirft die Frage auf, ob der Kongress die Wissenschaftsfinanzierung wirksam vor künftigen Versuchen schützen kann, sie mit administrativen Mitteln zu untergraben.
Dieses moderate Finanzierungspaket ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber nur ein Teil eines größeren Kampfes um die Zukunft der wissenschaftlichen Investitionen der USA.

























