NASA erwägt vorzeitige Rückkehr der ISS-Besatzung 11 aufgrund medizinischer Probleme des Astronauten

NASA erwägt vorzeitige Rückkehr der ISS-Besatzung 11 aufgrund medizinischer Probleme des Astronauten

Die NASA prüft die Möglichkeit, die vier Astronauten früher als geplant an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) nach Hause zu bringen, nachdem am Mittwoch bei einem Besatzungsmitglied ein medizinisches Problem aufgetreten war. Die Behörde bestätigte die Situation, veröffentlichte jedoch unter Berufung auf den medizinischen Datenschutz keine Einzelheiten. Diese Entwicklung hat bereits zur Verschiebung eines geplanten Weltraumspaziergangs geführt.

Besatzungsstatus und Missionszeitleiste

An der Crew-11-Mission sind die NASA-Astronauten Zena Cardman und Mike Fincke, der russische Kosmonaut Oleg Platonov und die japanische Astronautin Kimiya Yui beteiligt. Das Team startete am 1. August 2025 an Bord einer SpaceX Crew Dragon-Kapsel mit einer voraussichtlichen Aufenthaltsdauer von mindestens sechseinhalb Monaten. Ihr ursprünglicher Rückkehrtermin war auf Mitte Februar 2026 festgelegt, abhängig von der Ankunft der Crew-12-Mission.

Die ISS beherbergt derzeit insgesamt sieben Astronauten, darunter das Crew-11-Team neben dem NASA-Astronauten Chris Williams und die russischen Kosmonauten Sergey Kud-Sverchkov und Sergei Mikaev, die im November 2025 eintrafen.

Verschiebung des Weltraumspaziergangs und Sicherheit geht vor

Nur wenige Stunden vor einem geplanten Weltraumspaziergang am 8. Januar verzögerte die NASA die Operation aufgrund medizinischer Bedenken. Die Astronauten Fincke und Cardman hatten die Vorbereitungen für ein sechseinhalbstündiges Projekt abgeschlossen, bei dem es um die Installation von Hardware für den zukünftigen Einsatz von Solaranlagen sowie das Sammeln von Außenproben ging.

Die NASA erklärte: „Die sichere Durchführung unserer Missionen hat für uns höchste Priorität und wir prüfen aktiv alle Optionen, einschließlich der Möglichkeit eines früheren Endes der Mission von Crew-11.“ Weitere Updates werden innerhalb der nächsten 24 Stunden erwartet.

Kontext und Implikationen

Medizinische Notfälle im Weltraum stellen einzigartige Herausforderungen dar. Die Evakuierung eines Astronauten erfordert eine sorgfältige Koordination, da der Prozess die Vorbereitung des betroffenen Besatzungsmitglieds auf den Transport, die Bereitstellung eines geeigneten Rückführungsfahrzeugs und die Sicherstellung der vollständigen Funktionsfähigkeit der Lebenserhaltungssysteme umfasst.

Die ISS unterliegt strengen Sicherheitsprotokollen, aber selbst kleinere Gesundheitsprobleme können in der Schwerelosigkeit schnell eskalieren. Dieser Vorfall verdeutlicht die mit Langzeitraumflügen verbundenen Risiken und unterstreicht die Notwendigkeit robuster medizinischer Kapazitäten auf der Station.

Die NASA hat die Art des medizinischen Problems nicht präzisiert, aber die schnelle Reaktion der Agentur lässt auf ernste Bedenken schließen. Eine vorzeitige Rückkehr würde den Zeitplan der ISS stören und möglicherweise bevorstehende Forschungsprojekte verzögern, aber die Sicherheit der Astronauten bleibt das oberste Gebot.

Die Agentur wird voraussichtlich in den kommenden Tagen weitere Informationen bereitstellen. Der Fokus liegt vorerst darauf, die Lage zu stabilisieren und das beste Vorgehen für das betroffene Besatzungsmitglied und das gesamte ISS-Team zu ermitteln.

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