Viele Menschen haben Angst vor Turbulenzen, aber das Verständnis der dahinter stehenden Wissenschaft kann diese Ängste lindern. Ein virales TikTok-Video mit Jell-O als Analogie hat einigen geholfen, ihre Angst vor dem Fliegen zu überwinden, aber wie genau ist der Vergleich? Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Flugzeuge nicht einfach in der Luft bleiben; Sie werden von physischen Kräften unterstützt und Turbulenzen bedeuten nicht, dass sie vom Himmel fallen.
Die Ursprünge der Wackelpudding-Analogie
Der Jell-O-Vergleich stammt vom ehemaligen Flugkapitän Tom Bunn, der heute Therapeut ist und das SOAR-Programm gegründet hat, um Menschen bei der Bewältigung von Flugangst zu helfen. Bunn erkannte, dass es nicht ausreichte, die Physik allein zu erklären; Die Menschen brauchten eine emotionale Verbindung, um zu verstehen, warum Flugzeuge in der Luft bleiben. Er entdeckte, dass es vielen an einem grundlegenden Verständnis der Kräfte mangelte, die ein Flugzeug in der Luft hielten, was bei Turbulenzen zu Panik führte.
Um dieses Problem anzugehen, nutzte Bunn die Idee des Luftwiderstands und forderte die Menschen auf, sich vorzustellen, dass die Luft bei höheren Geschwindigkeiten dicker wird. Sobald ein Flugzeug Reisegeschwindigkeit erreicht, fühlt sich die Luft um es herum so dicht wie Wackelpudding an und bietet Unterstützung von allen Seiten. Obwohl es wissenschaftlich nicht perfekt ist, ist es eine nachvollziehbare Möglichkeit, den Auftrieb zu visualisieren.
Die Wissenschaft hinter dem Fliegen
Die Kräfte, die Flugzeuge in der Luft halten, basieren auf Bernoullis Prinzip. Dieses vom Mathematiker Daniel Bernoulli im 18. Jahrhundert entwickelte Konzept besagt, dass sich schneller bewegende Flüssigkeiten (wie Luft) weniger Druck ausüben. Flugzeugflügel sind mit gebogenen Oberseiten und flacheren Unterseiten konstruiert. Luft, die über die gekrümmte Oberseite strömt, wird schneller und verringert den Druck, während sich die Luft unter dem Flügel langsamer bewegt und einen höheren Druck aufrechterhält. Dieser Druckunterschied erzeugt Auftrieb und drückt den Flügel nach oben.
Je schneller sich das Flugzeug bewegt, desto stärker wird dieser Effekt. Bei 600 Meilen pro Stunde ist der Luftdruck unter den Flügeln stark genug, um das Flugzeug sicher zu halten, ähnlich einem in Wackelpudding schwebenden Serviettenball. Aus diesem Grund fallen Flugzeuge nicht einfach ab; Sie werden durch die Physik der Strömungsdynamik aktiv unterstützt.
Was verursacht Turbulenzen?
Turbulenzen entstehen, wenn Luftmassen mit unterschiedlichen Temperaturen, Drücken oder Geschwindigkeiten kollidieren. Die Ursachen reichen von Gewittern bis hin zur Erdrotation. Die Schwere variiert von leichten Erschütterungen bis hin zu heftigen Stößen, die nicht angeschnallte Passagiere verletzen können. Allerdings sind Turbulenzen selten so gefährlich, wie sie sich anfühlen. Berufspiloten betonen, dass Flugzeuge für extreme Bedingungen ausgelegt sind.
Sind Turbulenzen wirklich so sicher?
Trotz des beunruhigenden Gefühls sind Turbulenzen statistisch gesehen weitaus weniger gefährlich als viele andere Reiseformen. Moderne Flugzeuge sind so gebaut, dass sie enormen Belastungen standhalten. Wing-Flex-Tests zeigen, dass sie sich deutlich biegen lassen, ohne zu brechen. Während in den 1960er-Jahren ein Vorfall mit Turbulenzen in der Nähe des Mount Fuji zu einem Absturz führte, stellt Bunn fest, dass ein solches Szenario heute aufgrund verbesserter Flugrouten und Flugzeugtechnik unwahrscheinlich ist.
Tatsächlich hat es noch nie einen Flugzeugabsturz gegeben, der ausschließlich durch Turbulenzen verursacht wurde. Die eigentliche Gefahr geht von ungesicherten Gegenständen oder Passagieren bei starken Erschütterungen aus. Durch das Tragen eines Sicherheitsgurts wird diese Gefahr vollständig gemindert.
Fazit
Turbulenzen sind beunruhigend, aber das Verständnis der zugrunde liegenden Physik kann die Angst verringern. Flugzeuge schweben nicht nur; Sie werden durch aerodynamische Kräfte aktiv unterstützt. Die Jell-O-Analogie ist zwar unvollkommen, bietet aber ein nachvollziehbares mentales Bild davon, wie der Aufzug funktioniert. Letztendlich sind Turbulenzen ein normaler Bestandteil des Fluges und moderne Flugzeuge sind darauf ausgelegt, sicher damit umzugehen. Wie ein Pilot es ausdrückte: „Da kann man einfach entspannen. Man windet sich nur in Wackelpudding.“


























