Der Yellowstone-Nationalpark erlebt derzeit ein bedeutendes geologisches Ereignis: eine 19 Meilen breite Ausbuchtung, die mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Zoll pro Jahr ansteigt. Diese Hebung, die durch fortschrittliche seismologische Überwachung und Satellitendaten festgestellt wurde, ist ein klarer Hinweis auf Aktivität unter dem berühmten Supervulkan des Parks. Obwohl solche Deformationen schon früher aufgetreten sind – insbesondere zwischen 2004 und 2020 und erneut im Jahr 1996 –, sorgt das aktuelle Ereignis aufgrund seiner Größe und Dauer für Aufsehen.
Was passiert unter Yellowstone?
Die Hebung konzentriert sich auf den nördlichen Rand der Yellowstone Caldera in Wyoming. Wissenschaftler führen dies auf die Bewegung von Magma etwa neun Meilen unter der Erde zurück. Laut Mike Poland, leitender Wissenschaftler am Yellowstone Volcano Observatory, ist die Ausbuchtung wahrscheinlich auf die Ansammlung und den Rückzug von Magma zurückzuführen. Dies ist kein unmittelbares Zeichen für einen bevorstehenden Ausbruch; Vielmehr handelt es sich um einen natürlichen Prozess innerhalb eines hochaktiven Vulkansystems.
Warum das wichtig ist
Der Supervulkan Yellowstone birgt das Potenzial für katastrophale Ausbrüche, obwohl die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses äußerst gering ist. Der Vulkan brach zuletzt vor 640.000 Jahren aus, und obwohl ein weiteres Großereignis längst überfällig ist, betonen Wissenschaftler, dass der aktuelle Anstieg nicht unbedingt darauf hindeutet, dass ein solches Ereignis unmittelbar bevorsteht.
Das Überwachungsnetzwerk des Parks, bestehend aus 17 GPS-Stationen und Satellitenbildern, ermöglicht es Forschern, diese Bewegungen präzise zu verfolgen. Trotz des Anstiegs war die seismische Aktivität im Jahr 2025 deutlich geringer als der Durchschnitt: Es wurden nur 1.119 Erdbeben registriert, verglichen mit den üblichen 1.500–2.500.
„Auf Radarkarten und Satelliten können wir Dinge sehen, die sich von diesem Hebungsbereich nach oben und von ihm weg bewegen“, erklärte Polen und betonte das Ausmaß der Verformung als „ziemlich beeindruckend“.
Steht Yellowstone kurz vor der Explosion?
Nein. Auch wenn der Supervulkan eine geologische Kraft bleibt, ist der aktuelle Ausbruch kein direkter Vorläufer eines apokalyptischen Ausbruchs. Die Menge an geschmolzenem Gestein in der Magmakammer von Yellowstone ist derzeit gering, aber immer noch ausreichend für die weitere Aktivität. Die Ausbuchtung selbst findet in der Tiefe statt, was das Risiko eines oberflächennahen, explosiven Ereignisses weiter verringert.
Die Situation wird genau beobachtet, aber wie Polen anmerkt, sind diese Ereignisse in der dynamischen geologischen Landschaft von Yellowstone nicht völlig ungewöhnlich. Der Parkbetrieb läuft wie gewohnt weiter und es ist unwahrscheinlich, dass die Erhöhung Auswirkungen auf die Besucher haben wird.
Der Supervulkan bereitet sich nicht auf ein apokalyptisches Wiedererwachen vor; Stattdessen zeigt es einfach sein natürliches, wundersames Selbst.


























