Primzahlen – solche, die durch nichts anderes als 1 und sich selbst teilbar sind – faszinieren Mathematiker seit Jahrtausenden. Diese grundlegenden Bausteine der Arithmetik bergen Geheimnisse über ihre Verteilung, und die Suche nach größeren Primzahlen treibt die Forschung weiterhin voran. Aber über die reine Mathematik hinaus überschneiden sich Primzahlen gelegentlich mit der Populärkultur, Internetphänomenen und sogar mit dem Bereich des Makabren. Hier sehen Sie einige außergewöhnliche Beispiele.
The Sheldon Prime: Eine von Sitcoms inspirierte Entdeckung
In einer Folge von „The Big Bang Theory“ aus dem Jahr 2010 erklärte der Physiker Sheldon Cooper die 73 zu seiner Lieblingszahl. Seine Argumentation: 73 ist die 21. Primzahl, ihre Umkehrung (37) ist die 12. und 7 × 3 = 21. Diese scheinbar willkürliche Auswahl löste eine mathematische Untersuchung aus. Der Mathematiker Christopher Spicer fragte sich zusammen mit seinen Schülern Jessie Byrnes und Alyssa Turnquist, ob es noch andere „Sheldon-Primzahlen“ mit ähnlichen Eigenschaften gab.
Ihre Suche in den ersten 10 Millionen Primzahlen ergab keine. Später bewiesen Spicer und Carl Pomerance im Jahr 2019 schlüssig, dass 73 tatsächlich einzigartig ist. Der Beweis, der komplexe Berechnungen und Näherungen beinhaltete, war so streng, dass The Big Bang Theory ihn sogar anerkannte, indem er in einer späteren Folge Teile der Gleichung auf eine Tafel brachte. Dies zeigt, wie eine gelegentliche Fernsehreferenz unerwartet echte mathematische Forschung anregen kann.
Das virale Rätsel von „6-7“
Im Jahr 2025 war das Internet kurzzeitig von den Ziffern „6-7“ besessen. Dieses Meme, ausgesprochen „six-seven“, verbreitete sich ohne erkennbaren Grund oder Sinn auf Social-Media-Plattformen. Trotz der Versuche, versteckte Codes oder Insider-Witze aufzudecken, blieb es ein reines Phänomen der digitalen Wiederholung.
Die Zahl 67 selbst ist mathematisch interessant: Sie ist eine Primzahl, eine „Superprimzahl“ (da 19, ihre Ordnungsposition, ebenfalls eine Primzahl ist) und Teil einer Folge namens „sexy Primzahlen“ (Primzahlen im Abstand von sechs). Es erscheint auch in der „Lazy-Caterer-Sequenz“, die die maximale Anzahl an Teilen berechnet, in die eine Scheibe mit n Schnitten geschnitten werden kann – 67 Teile mit 11 Schnitten. Doch die virale Verbreitung des Memes hatte keinen Zusammenhang mit diesen Eigenschaften. Es war einfach.
Der Belphegor Prime: Mathematik und das Makabre
Über die bloße Neugier hinaus können Primzahlen auch in beunruhigendes Terrain vordringen. Harvey Dubner, ein engagierter Primzahljäger, entdeckte die „Belphegor-Primzahl“: 1.000.000.000.000.066.600.000.000.000.001. Der Name bezieht sich auf einen Dämon und die Struktur der Zahl enthält die berüchtigte „Teufelszahl“ (666).
Dubner hat herausgefunden, dass das Hinzufügen von Nullen rund um die 666er-Reihe keine Primzahlen erzeugt … es sei denn, man fügt genau 13 Nullen ein. Dadurch entsteht eine Primzahl von beeindruckender Länge, die Mathematik mit dämonischer Symbolik verbindet. Es bleibt unbekannt, ob auch größere Iterationen – mit 666.666 Nullen – ebenfalls Primzahlen ergeben.
Letztendlich offenbaren Primzahlen die überraschende Art und Weise, wie Mathematik mit Kultur, Zufall und sogar den dunkleren Ecken der menschlichen Faszination verknüpft ist. Ihre scheinbar einfache Natur täuscht über eine Welt voller Komplexität, Mysterium und gelegentlicher viraler Absurdität hinweg.

























