Potenzielle neue Population des kleinsten Opossums der Welt in Südaustralien gefunden

Forscher haben möglicherweise eine bisher unbekannte Population des Zwergopossums (Cercartetus lepidus ) im Dhilba Guuranda-Innes-Nationalpark in Südaustralien identifiziert. Diese Entdeckung würde das bekannte Verbreitungsgebiet der Art erweitern, die derzeit nur in Tasmanien, Victoria, Südaustralien (Kangaroo Island) und China vorkommt. Der Fund basiert auf einer Neuanalyse von Wildkamerabildern, die zwischen 2004 und 2011 aufgenommen wurden.

Wichtige Erkenntnisse

Die in Australian Zoologist veröffentlichte Studie hebt zwei im Jahr 2006 fotografierte Tiere hervor, die Merkmale aufweisen, die sich vom häufigeren westlichen Zwergopossum (Cercartetus concinnus ) unterscheiden. Insbesondere zeigten die Kreaturen graues Bauchfell – ein Merkmal des kleinen Zwergopossums – und nicht das weiße Bauchfell, das man bei westlichen Zwergopossums sieht. Die anfängliche Fehlidentifizierung der Tiere als Jungtiere verschleierte ihre einzigartigen Merkmale.

Die Bedeutung liegt in der geografischen Isolation: Die Population der Yorke-Halbinsel wäre über 120 Meilen von der nächsten bestätigten Population auf Kangaroo Island entfernt, getrennt durch den Golf von St. Vincent. Dies deutet auf eine langfristige Isolation hin, die möglicherweise Tausende von Jahren zurückreicht, als der steigende Meeresspiegel die Landverbindungen trennte.

Warum das wichtig ist

Die Entdeckung unterstreicht die Bedeutung der Erhaltung verbleibender Lebensräume. Die Yorke-Halbinsel hat über 87 % ihrer ursprünglichen einheimischen Vegetation verloren, von denen nur noch 13 % übrig sind, die meisten davon im Dhilba Guuranda-Innes-Nationalpark. Das kleine Zwergopossum, das weniger als ein Pfund wiegt, ist bereits selten und die Fragmentierung seines Lebensraums stellt eine ernsthafte Bedrohung für sein Überleben dar.

Erhaltungsbedenken

Die Forscher betonen die Dringlichkeit, den aktuellen Zustand der Bevölkerung zu überprüfen. Häufige vorgeschriebene Verbrennungen – zur Verhinderung von Waldbränden und zur Unterstützung indigener Kulturpraktiken – könnten in den letzten zwei Jahrzehnten bereits zur Ausrottung der Bevölkerung geführt haben. Die Gefährdung der Art unterstreicht die Notwendigkeit eines vorsichtigen Ansatzes bei der Landbewirtschaftung, bis ihr Vorkommen bestätigt ist.

„Die beste Vorgehensweise wäre es, bei der Landbewirtschaftung einen vorsorglichen Ansatz zu verfolgen, bis der Status der Art überprüft ist.“ – Dr. Sophie (Topa) Petit, Adelaide University.

Die mögliche Wiederentdeckung dieser isolierten Population würde nicht nur das bekannte Verbreitungsgebiet dieses winzigen Beuteltiers erweitern, sondern auch die entscheidende Rolle von Schutzgebieten für den Erhalt der Artenvielfalt stärken. Das Überleben des kleinen Zwergopossums hängt von rechtzeitiger Untersuchung und adaptiven Managementstrategien ab.

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