Das scharfe Auge eines Wanderers führte zur Entdeckung eines bemerkenswerten Artefakts in den Hügeln von Mallorca, Spanien: einer 3.000 Jahre alten Bronzeskulptur, die einen Stier darstellt. Archäologen bestätigen, dass es sich um einen außergewöhnlich seltenen Fund handelt, der einen neuen Einblick in die antike Vergangenheit der Insel bietet.
Ein Blick in die posttalayotische Zeit
Die etwas mehr als einen Zoll lange Skulptur stammt aus der posttalayotischen Zeit (550–123 v. Chr.). Diese Ära folgte auf die frühere talaiotische Zeit (850–550 v. Chr.), die durch einzigartige Steintürme gekennzeichnet war. Posttalaiotische Kulturen waren für Fortschritte in der Töpferei, bei befestigten Bauwerken und vor allem in der Metallurgie bekannt.
Bullen hatten in dieser Zeit eine bedeutende symbolische Bedeutung und repräsentierten saisonale Zyklen, körperliche Stärke und Fruchtbarkeit – Themen, die für Agrargesellschaften von zentraler Bedeutung waren. Laut dem Archäologen Jaume Deyà könnte das Artefakt Teil einer größeren Statuette oder ein dekoratives Element gewesen sein, das an einem Stierhorn befestigt war.
Warum das wichtig ist: Ein seltener Fund im Kontext
Der Fund ist besonders bemerkenswert, da ähnliche tulpenförmige Skulpturen äußerst selten sind. Nur drei weitere wurden auf Mallorca dokumentiert und alle sind seitdem verloren gegangen.
Ein solches Artefakt außerhalb einer kontrollierten archäologischen Ausgrabung zu finden, ist nahezu unbekannt. Deyà verglich diesen Fund mit seiner Entdeckung eines gut erhaltenen talaiotischen Schwertes im Jahr 2019 und betonte die ungewöhnliche Natur des Stolperns auf solche Relikte im Freien.
Bewahren des Verlaufs zur öffentlichen Anzeige
Die Skulptur befindet sich nun zur weiteren Untersuchung in der Obhut des Consell de Mallorca. Im Gegensatz zu seinen verlorenen Vorgängern ist dieses Tauriform für eine öffentliche Ausstellung in einem Museum geplant, um einen breiteren Zugang zu diesem Stück Geschichte zu gewährleisten.
„Dieses Objekt gehört wirklich zur öffentlichen Domäne, an der sich jeder erfreuen kann“, sagt der Archäologe Jaume Deyà und lobt den Wanderer für die ordnungsgemäße Handhabung.
Die Entdeckung unterstreicht die anhaltende Bedeutung Mallorcas als Standort für prähistorische archäologische Forschung. Die Erhaltung dieses Artefakts verspricht, unser Verständnis der mediterranen Kulturen der Bronzezeit zu bereichern.























