Eine russische Landschildkröte namens Betty White, eine Bewohnerin des Badger Run Wildlife Rehab in Oregon, wurde kürzlich entdeckt, nachdem sie den Winter eingegraben unter ihrem Gehege verbracht hatte. Die etwa 20 Jahre alte Schildkröte – benannt nach der verstorbenen Schauspielerin – wurde letzten Herbst vermisst, wurde aber Anfang des Monats von einem Freiwilligen gefunden.
Die Bedenken hinsichtlich des Schildkrötenhandels und -schutzes
Die Geschichte von Betty White beleuchtet ein umfassenderes Thema: die Auswirkungen des Handels mit exotischen Haustieren auf gefährdete Arten. Russische Landschildkröten wie sie stammen aus Zentralasien und wurden nach dem Fall der Sowjetunion zu beliebten Exportgütern. Wie die Biologin Laura Hale, Präsidentin von Badger Run Wildlife Rehab, erklärt: „Fast alle russischen Landschildkröten im Heimtierhandel sind Wildfänge, und dies hat einen Tribut an ihre Arten in ihren Heimatgebieten gefordert.“ Der Verlust ihres Lebensraums und der illegale Handel haben dazu geführt, dass diese Schildkröten in vielen Regionen als gefährdet oder bedroht gelten.
Geschichte und Pflege der Schildkröte
Betty White und eine weitere Schildkröte, Smudge, wurden im Dezember 2023 gerettet, nachdem ihr Vorbesitzer gestorben war. Badger Run nutzt sie als Lehrtiere, um auf die Gefahren des Handels mit exotischen Haustieren aufmerksam zu machen – eine Praxis, die sowohl für Menschen als auch für die Tiere selbst Gesundheitsrisiken birgt.
Der Name der Schildkröte stammt von den markanten weißen Linien auf ihrem Panzer, die auf falsche Ernährung und Feuchtigkeit in ihrem früheren Leben zurückzuführen sind. Im Reha-Zentrum leben Betty White und Smudge in einem großen Außengehege mit tiefer Erde zum Eingraben in den wärmeren Monaten. Im Winter werden sie mit UVB-Lampen in Innenräumen gehalten, um einen Winterschlaf („Brumation“) zu verhindern, da sie aufgrund ihrer Rolle als Lehrtiere aktiv bleiben müssen.
Die Flucht und Rückkehr im Winter
Als das Team sich darauf vorbereitete, die Schildkröten für den Winter ins Haus zu bringen, hatte Betty White andere Pläne. Sie vergrub sich unter dem isolierten Gehäuse und nutzte den Drahtgitterboden, der ein vollständiges Entkommen verhinderte. Das Team wusste, dass sie sich unter der Erde befand, wartete jedoch auf wärmeres Wetter, um ihren möglichen Winterschlaf nicht zu stören.
Bei ihrer Rückkehr im März erhielt Betty White Gemüse, Blumen, Kalzium, Wasser, Wärme und UVB-Lampen. Trotz der Schlammentfernung war sie mit dem Bad nicht besonders zufrieden. Smudge freute sich jedoch über ihre Rückkehr und verbrachte den ersten Tag damit, ihr durch ihr Innengehege zu folgen.
Die Geschichte von Betty White erinnert an die Bedeutung einer verantwortungsvollen Haustierhaltung und die Herausforderungen beim Schutz exotischer Arten. Der illegale Handel bedroht weiterhin gefährdete Populationen, während angemessene Pflege und Aufklärung dazu beitragen können, dass diese Tiere gedeihen.























