ISTE plus ASCD ist weg.
Zumindest sind es die Namen.
Am 28. Juni gab das fusionierte Unternehmen während der Eröffnungssitzung seiner Jahreskonferenz in Orlando eine neue Identität bekannt: The International Society for Transforming Education.
Es war keine Laune in letzter Minute.
Jeremy Owoh, der als Präsident der neuen Gruppe fungiert und gleichzeitig den Jacksonville North Pulaski SchoolDistrict leitet, stellte fest, dass sich die Umbenennung seit über einem Jahr zusammenbraut. Die Logik? Stabilität zuerst. Marke Zweiter.
„Wir wussten, dass die [Fusion] zuerst stattfinden musste … sobald wir zusammengewachsen waren … dann konnten wir diese … Aufgabe übernehmen. Dies ist eine Änderung, die wir sehr mit Bedacht vornehmen“, erklärte Owoh.
Richard Culatta, der CEO, bezeichnete es als einen Dreh- und Angelpunkt von der Methode zum Motiv. Die alten Akronyme fühlten sich wie Werkzeuge an. Dieser neue Name fühlt sich wie ein Zweck an. Es soll eine globale Angleichung von Technologie, Unterricht und Lehrerpraxis signalisieren – mit dem klaren Ziel, bessere Ergebnisse für die Schüler zu erreichen.
Er drückte es so aus: Den Fokus von „wie“ wir Dinge tun auf „warum“ wir sie tun verlagern. Ernsthafte Sache.
Die Reaktionen vor Ort waren … gemischt.
Elizabeth Diamond, außerordentliche Professorin an der Temple University, gefiel der Klang.
„Oh, ich bin aufgeregt“, sagte sie und stellte fest, dass Worte wichtig sind und signalisieren, wohin sich der Lehrerberuf entwickelt. Ihre Kollegin Julie Keller stimmte zu und verwies auf die Kraft der spezifischen Sprache, die zur Vereinheitlichung der Mission eingesetzt wurde.
Allerdings erkannte nicht jeder den Charme.
Ruth Letang-Horton, ein erfahrenes ASCD-Mitglied und Vizepräsidentin der nordamerikanischen Division der SDA, verspürte ein deutliches Gefühl des Verlustes. Sie fragte im Wesentlichen: Wohin ist ASCD gegangen? Jahrzehntelange Mitgliedschaft unter einem Banner verschwand plötzlich hinter einem längeren, allgemeineren Titel. Dies ist ein berechtigtes Anliegen für Langzeitarbeiter, die sich eng mit der älteren Marke identifizieren.
Was ändert sich also konkret für die Mitglieder vor Ort?
Laut Culatta: nichts Unmittelbares.
Mitgliedschaftsunterlagen, Zertifizierungen, die ISTE-Standards und professionelle Lernprogramme bleiben erhalten. Der Motor brummt weiter. Lediglich die Kühlerfigur wurde poliert.
Die Fusion im Jahr 2023 nimmt endlich ihre endgültige Form an. Ob der neue Name die Seele zweier unterschiedlicher Vermächtnisse einfängt oder nur wie ein Kompromiss klingt, bleibt umstritten.
Aber vorerst hängt das Banner in Orlando neu.
