Der kosmische vierte Juli der NASA

Der 4. Juli steht vor der Tür. Die NASA lässt uns nicht im Stich. Hier gibt es keine Wunderkerzen aus Papier. Einfach tiefer Raum. Und es hat tatsächlich einen Ton.

Es ist ein seltsames Vergnügen für den 250. Geburtstag des Landes. Die Bilder sind ausschließlich rot, weiß und blau. Vielleicht patriotisch genug, um einem den Magen vor Nostalgie zu verdrehen? Die Show zeigt Cassiopeia A. Sie hat den staubigen NGC 360-Nebel. Messier 94 taucht auf. Dann gibt es noch den Cluster ZwCl 00241652. Hubble hat die schwere Arbeit geleistet. Webb hat geholfen. Chandra warf Röntgenstrahlen in die Mischung. Bodengestützte Teleskope wurden untersucht. Alles zusammen. Das Ziel war einfach: ein kosmisches Feuerwerk, das man auch hören kann.

Sonifikation erledigt die Arbeit.

Nehmen Sie zuerst Cassiopeia A. Es liegt 11.000 Lichtjahre entfernt. Still in dieser speziellen Charge. Warum? Denn die Explosion spricht in Röntgenstrahlen. Chandra sah es. Diese Druckwelle ist blau. Webb sah, wie sich die Trümmer ausdehnten. Infrarotdaten machen es rot. Und weiß. Es ist ein aufgeblasener Stern. Ein echter Kracher. Nichts zu hören. Nur das visuelle Echo eines gewaltsamen Endes.

Dann ist da noch NGC 360. Schauen Sie es sich an. Es sieht aus wie eine platzende Chrysantheme. Leuchtendes Rot. Dort, zwanzigtausend Lichtjahre von uns entfernt, findet die Sternentstehung statt. Der Klang hier fühlt sich fast organisch an. Neutronensterne und Schwarze Löcher schlagen wie Klaviernoten aufeinander. Hubbles optisches Licht? Ein sanfter Akustikgitarrenschlag. Das leise Summen im Hintergrund zeigt, dass Chandra Röntgenstrahlen auffängt.

Messier 94 ist eine Spiralgalaxie. Manche nennen es NGC 473.6. Sechzehn Millionen Lichtjahre entfernt. Sie können dies tatsächlich mit einem guten kommerziellen Teleskop erkennen, auch wenn es nicht so aussieht. Die Röntgendaten verwandeln sich hier in pfeifenden Wind. Dichte Flecken wie stellare Schwarze Löcher klingen wie gläserne Marimbas. Klar, scharf, kristallin. Sterne werden zu Klavierakkorden. Es ist hell genug, um es in der Ferne zu erkennen, auch wenn die Farbe eine reine künstlerische Lizenz ist.

Zoomen Sie jedoch weit heraus. Vergiss Messier. Schauen Sie sich ZwCl 00,24 plus 1,6,52 an. Fünf Milliarden Lichtjahre entfernt.

Es ist weit. Zu weit für Komfort.

Dieser Cluster ist seltsam. Es kollidierte mit einem anderen Cluster. Das Ergebnis? Ein Ring aus dunkler Materie, der sich vom Gas und den Sternen trennt. Normalerweise folgt dunkle Materie auf sichtbare Dinge. Hier wird gegen die Regeln verstoßen. Hubble-Daten zeigen den Ring in strahlendem Blau. Das Sounddesign geht hier in Science-Fiction über. Der Höhepunkt ist erreicht, wenn man auf den Ring der Dunklen Materie trifft. Wieder am überhitzten Kern. Klaviernoten markieren Hintergrundgalaxien. Hintergrundsterne klingeln wie ein Glockenspiel.

Das Universum macht größtenteils seinen eigenen Lärm. Oder es tut es nicht. Die NASA hat welche für uns gemacht.

Vielleicht möchten Sie beim nächsten Mal genauer zuhören.

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