Die National Highway Traffic Safety Administration erwägt eine wesentliche Änderung bei der Öffnungsweise von Autos. Die Behörde erwägt neue Sicherheitsregeln, nachdem Berichte aufgetaucht sind, dass Menschen in brennenden Teslas eingeschlossen wurden. Es ist eine düstere Realität. Wenn Ihre Elektronik ausfällt, brauchen Sie einen Ausweg.
Aber halten Sie nicht den Atem an, um schnelle Lösungen zu finden. Tatsächliche Änderungen könnten noch Jahre entfernt sein.
Der Auslöser: Eine abgelehnte Mängelrüge
Am 24. Juli erteilte die NHTSA eine Ablehnung. Sie lehnten den im vergangenen November eingereichten Antrag eines Bürgers ab, einen möglichen Sicherheitsmangel beim Tesla Model S 2022 zu untersuchen. Die Kernbeschwerde? Die manuellen Notentriegelungen der Türen waren nicht leicht zu finden oder zu verwenden.
Die Erfahrung des Petenten verdeutlicht das Problem. Nach einem Frontalzusammenstoß fing ihr Auto Feuer. Die elektronischen Steuerungen versagten – offensichtlich. Dann konnten sie die manuelle Backup-Version nicht finden. Sie wurden in eine Ecke gezwungen und kletterten über den Rücksitz, um durch eine Heckscheibe auszusteigen. Es hat funktioniert, aber kaum.
„NHTSA glaubt nicht, dass das Problem … eine Mängeluntersuchung rechtfertigt … sondern am besten durch den Regelsetzungsprozess angegangen werden kann.“
Dies war kein Einzelfall. Eine Untersuchung von Bloomberg im Dezember 2025 ergab mindestens 15 Todesfälle bei Unfällen, bei denen sich Tesla-Türen nicht öffnen ließen. Diese Statistiken sind schwer. Sie verlagern das Gespräch von einzelnen Beschwerden auf ein systemisches Muster.
Von der Fehleruntersuchung zur neuen Regelsetzung
Anstatt dies als Herstellungsfehler oder -defekt zu behandeln, hat die Agentur einen anderen Weg gewählt. Die NHTSA kam zu dem Schluss, dass das Problem eine umfassendere regulatorische Überarbeitung erfordert. Aktuelle Bundesnormen gelten für Schlösser, Riegel und Scharniere. Sie geben nicht an, wo sich eine mechanische Notentriegelung befinden sollte. Sie schreiben auch keine eindeutige Kennzeichnung dafür vor.
Jetzt erwägt die Agentur einen neuen Maßstab. Das Ziel: ein „robustes und übersichtliches Türausstiegssystem“ für alle Fahrzeuge. Damit geht das Gespräch über Teslas hinaus. Wenn die Regel angenommen wird, gilt sie für jeden Autohersteller.
Der Prozess begann bereits früher mit einer separaten Petition. Ein Einwohner Kaliforniens bat um voll funktionsfähige Handauslöser. Die Anforderung war konkret: Sie müssen intuitiv erkennbar sein und auch dann funktionieren, wenn das gesamte elektrische System des Autos ausfällt.
Wann ändern sich die Regeln?
Die NHTSA hat diesem Regelsetzungsantrag stattgegeben. Das ist grünes Licht für eine Diskussion, kein rotes Licht für Maßnahmen. Die Agentur betont, dass es bei diesem Schritt darum gehe, vor einem endgültigen Anruf Input zu sammeln. Öffentliche Kommentare werden erbeten. Es werden weitere Daten erhoben.
Aber der Zeitplan ist ungewiss. Der Petent wollte, dass jede neue Regelung für Autos in Kraft tritt, die am oder nach dem 1. Januar 2030 verkauft werden.
Ist 2030 realistisch? Wahrscheinlich nicht.
Peter Kurdock, General Counsel von Advocates for Highway & Auto Safety, sagt, es sei unwahrscheinlich, dass NHTSA dieses Ziel erreichen werde. Das Thema steht noch nicht einmal auf der aktuellen Regulierungsagenda für 2026. Es gibt kein Zieldatum. Eine detaillierte Beschreibung der Regel gibt es noch nicht.
Kurdock weist darauf hin, dass die Erarbeitung von Vorschriften zur Fahrzeugsicherheit bis zu 15 Jahre dauern kann. Die Türsicherheit könnte schneller voranschreiten, aber das ist nur der erste Schritt. Es ist wahrscheinlich der Beginn einer sehr langen Reise.
Druck des Kongresses
Der Gesetzgeber könnte das Thema forcieren. Im Mai brachte der Ausschuss für Energie und Handel des Repräsentantenhauses einen Gesetzentwurf voran. Die Gesetzgebung würde die NHTSA dazu zwingen, mechanische Innentüröffner vorzuschreiben. Es zielt auf Autos ab, die mit elektronischen Schlössern ausgestattet sind und keine einfachen manuellen Sicherungen haben.
Der Gesetzentwurf steckt fest. Es hat noch keine Kammer des Kongresses passiert. Bis dies der Fall ist oder bis die NHTSA ihren eigenen langwierigen Prozess abschließt, müssen sich die Fahrer auf die Freigabemechanismen verlassen, die ihr spezifisches Auto bietet.
Den kleinen Griff in einer Panik zu finden, ist vorerst noch dem Zufall überlassen.


























